Aktuell:
Update 07.04.08:
Blitzschlag und seelische Folgen: Er ist selten, aber dann vernichtend, der Blitz-Einschlag in einen Menschen. Einen solchen Hochspannungs-Unfall überlebt niemand – meint man. Tatsächlich sind die körperlichen Folgen schwer, Wiederbelebungs-Versuche aber auch überraschend häufig erfolgreich. Dass man jedoch auch seelische Reaktionen hinnehmen muss, bedarf eigentlich keiner Diskussion. Dabei sollte man allerdings zwischen phobischen Ängsten (z. B. durch Gewitter, Donner und Blitzschlag) und einem realen Blitz-Unfall unterscheiden. Das eine ist eine krankhafte Furcht ohne Grund, das andere hat eine nachvollziehbare Ursache, bei der jeder berechtigte Ängste hat.
Update 01.07.07:
Zittern: Zittern ist eigentlich kein auffälliges Phänomen, es gibt schlimmeres. So meinen die meisten. Das können allerdings die Betroffenen nicht bestätigen. Vielleicht gibt es Symptome, die im Alltag hinderlicher sind, aber die Gefahr der Stigmatisierung, zumindest aber "negativ aufzufallen", ist nicht gering. Denn mit dem Zittern verbindet man nicht selten als Erstes, wenn auch nicht offen zugestanden, ein "Alkohol-Problem". Und wenn deutlich wird, dass es sich um eine Parkinson'sche Krankheit handelt, dann ist zwar dieser "moralische Laien-Verdacht" vom Tisch, aber der jetzt als neurologisch krank Erkannte auch nicht viel besser dran.
Update 21.01.07:
Tourette-Syndrom: Das Tourette-Syndrom ist eine neuropsychiatrische Erkrankung, deren tic-artigen Muskelzuckungen und ungewöhnliche Lautäußerungen die Betroffenen - je nach Intensität des willentlich unbeeinflussbaren Beschwerdebildes - ausgrenzen, ja diskriminieren können und die Angehörigen erheblich belasten.
Update 03.12.06:
Katastrophenreaktionen: Katastrophen begleiten den Menschen seit sich diese Erde dreht. Früher nur Natur-, heute auch immer mehr technische Katastrophen. Das Seebeben in Südostasien mit nachfolgender Flutwelle hat uns wieder einmal die Hilflosigkeit des Menschen vor Augen geführt. Nachfolgend deshalb eine kurz gefasste Übersicht zum Thema Natur- und technische Katastrophen und ihre seelische Folgen mit dem Schwerpunkt auf posttraumatische Belastungsstörungen, wie man dieses Leiden heute nennt.
Update 15.10.06:
Missmutig, freudlos und verstimmt...: Die Dauer-Verstimmung gehört zu den größten zwischenmenschlichen Belastungen im Alltag: Partner, Familie, Freunde, Nachbarn, Berufskollegen u. a.: freudlos, abgeschlagen, missgestimmt, unruhig, nervös, gespannt, reizbar, ja aggressiv oder überempfindlich mit Rückzug, wenn nicht gar Lebensmüdigkeit reagierend. Dazu vermindert belastbar und verstärkt anfällig für seelische und psychosoziale Beeinträchtigungen sowie körperliche Störungen. Und das meist beginnend in jungen Jahren und schließlich ein Leben lang, ohne Hoffnung auf Milderung oder gar Genesung, dafür mit entsprechenden Reaktionen des Umfelds - ein Teufelskreis.
Update 16.07.06:
Gutartige Altersvergesslichkeit oder beginnende Demenz?: Alter und Altern wird immer häufiger zum Thema, und zwar nicht nur im negativen Sinne, auch im positiven. Das "dritte Lebensalter" wird plötzlich interessant, denn es schickt sich an, die Mehrheit der Bevölkerung zu erreichen. Und zwar nicht nur in Deutschland, nein: "Europa wird grau". Das hat die bekannten seelischen, geistigen, körperlichen und psychosozialen Nachteile, wer kennt sie nicht, darüber wird unendlich berichtet und diskutiert. Es hat aber auch Vorteile, aber man muss sich informieren. Denn Wissen ist Macht, macht zu helfen, Macht seine eigenen Ängste in Grenzen zu halten, Macht sein Leben auch in den letzten Jahren befriedigend zu führen.
Update 18.12.05:
Über das Älterwerden heute (1): Alle wollen älter werden und dabei gesund und aktiv bleiben. Das ist der verständliche Wunschtraum des modernen Menschen. Und es wird ihm immer leichter gemacht, im Gegensatz zu den früheren Generationen. Allerdings – so mahnen die Experten – könnte der Höhepunkt überschritten sein. Die jetzigen Senioren wuchsen in Notzeiten auf, die nicht nur negative Folgen hatten. Die heutigen Jungen aber müssen später einmal ihre Lebenserwartung und Alters-Gesundheit mit den Langzeit-Konsequenzen moderner Zivilisationskrankheiten verrechnen – und da könnte unter dem Strich weniger übrig bleiben.
Update 18.12.05:
Über das Älterwerden heute (2): Sicherlich: Wer alte Eltern hat, kann sich in puncto Lebenserwartung höhere Chancen ausrechnen. Dieser „genetische Vorsprung“ ist nicht wegzudiskutieren. Aber das ist beileibe nicht alles. Es bleibt noch viel Eigen-Initiative übrig. Die aber wird gerne unterschätzt (oder aus durchsichtigen Gründen lächerlich gemacht). Da hält man sich lieber an die wohlfeilen Versprechungen cleverer Gesundheits-Anbieter (denen man zwar auch nicht so recht traut, „aber probieren kann man es ja schon einmal“ – auch wenn es viel Geld kostet).
Update 17.12.05:
Das Gesicht - und wie es sich im Alter verändert: Kein Körperteil steht so im Mittelpunkt wie das Gesicht. Und keiner weist uns so gnadenlos darauf hin, dass „alles seine Zeit hat“. Und die vergeht, unbeeindruckt. Und mit ihr wandelt sich unser Gesicht – und zwar nicht immer zu unserer Zufriedenheit.
Update 23.10.05:
Narzissmus: Narzisstische Wesenszüge (überhöhte Anspruchshaltung, unkritische Selbsteinschätzung, ausnützerische und egoistische Einstellung, Neid und Überheblichkeit) nehmen offenbar zu in unserer Zeit und Gesellschaft.
Update 23.10.05:
Persönlichkeitsstörung: Als „Psychopath“ bezeichnet zu werden ist keine Schmeichelei. Das weiß inzwischen jeder. Trotzdem war dieser Tadel früher einmal ein psychiatrischer Fachbegriff. Er musste aber von einer neutraleren Bezeichnung abgelöst werden, der heute gängigen „Persönlichkeitsstörung“.
Update 12.10.05:
Alkoholkrankheit (Kurzfassung): Der Genuss von alkoholischen Getränken ist für die meisten selbstverständlich. Alkohol ist für viele sogar eine notwendige Zugabe geworden, die dem täglichen Leben erst seinen Glanz verleiht. Da unsere gesellschaftliche und wirtschaftliche Lage diesen Zugriff zu jeder Zeit ermöglicht (was nicht immer so war), steigt auch der Alkoholkonsum und wächst die Gefahr der Alkoholkrankheit. Denn alle Hilfsmittel, mit denen wir versuchen ein „Mehr vom Leben“ zu erhalten, fordern ihren Preis. Und der kann im Falle des Alkoholismus sehr hoch werden. Dies betrifft nicht zuletzt Frauen, Jugendliche und sogar immer mehr Kinder, aber auch wirtschaftlich Benachteiligte, körperlich und vor allem seelisch Kranke.
Update 07.10.03:
Umweltkrankheiten aus psychiatrischer Sicht: Immer mehr Menschen fühlen sich von einer wachsenden Zahl von Umweltbelastungen gesundheitlich bedroht. Die meisten halten sich erst einmal unsicher zurück, zumal sie auch wenig Hoffnung haben, konkrete Hilfe zu finden. Eine wachsende Zahl von Betroffenen aber fühlt sich derart beeinträchtigt, ja bedroht, dass sie sich hilfesuchend an die entsprechenden (meist ärztlichen) Institutionen wendet. Dafür gibt es inzwischen auch spezialisierte Ambulanzen bzw. umwelt-medizinische Zentren, die sich einer solchen Multiplen chemischen Sensitivität (Umweltkrankheit, umweltbezogene Gesundheitsstörung, umweltbedingte Intoleranz, „Öko-Syndrom“) annehmen.
Update 09.02.03:
Schizoide Persönlichkeitsstörung: Nicht jeder Einzelgänger ist seelisch krank, selbst wenn er ein wenig als verschroben bis schrullig gelten sollte. Doch wenn die Grenze zum sozial Verträglichen überschritten ist, könnte es sich um eine schizoide Persönlichkeitsstörung handeln: kühl, distanziert, gemütsmäßig kaum ansprechbar, unfähig, warme, zärtliche Gefühle, ja sogar Ärger anderen gegenüber zu zeigen, anscheinend gleichgültig gegenüber Kritik und sogar Lob, wenig sexuelle Erfahrungen, übermäßige Vorliebe für einzelgängerische Beschäftigungen, keine engen Freunde oder Vertraute, kaum vergnügliche Tätigkeiten und eine mangelnde Sensibilität, was die gesellschaftlichen Regeln anbelangt.
Update 26.11.02.:
Schicksalsschlag und depressive Reaktion: Wir kämpfen täglich mit Problemen, aber manchmal ist die (vor allem plötzliche) Belastung so groß, dass wir darunter zusammenzubrechen drohen. Ursachen gibt es viele: Partnerschaft, Angehörige, Freunde, Beruf, Gesundheit u.a. Und wenn ein solcher Schicksalsschlag, wie man es gerne in der Allgemeinheit umschreibt, völlig niederdrückt, dann nannte man dies früher eine depressive Reaktion oder reaktive Depression. Und man glaubte herausgefunden zu haben, dass sich hier ganz bestimmte Konstellationen abzeichnen, was Alter, Geschlecht, Leidensbild, Dauer, Ursachen und Krankheitsverlauf, ja sogar die zugrunde liegende Wesensart des Betroffenen anbelangt.
Update 13.09.02.:
Amok: plötzliche, unmotivierte, wahllose Gewalttaten mit schrecklichen Folgen. Früher eigentlich eher ein Ereignis aus dem Fernen Osten. In letzter Zeit vermehrt aus dem Nahen Osten und den USA. Inzwischen auch in Mitteleuropa, insbesondere in Deutschland und der Schweiz ein Begriff, der Böses ahnen lässt. Neue Fassung des bisherigen Artikels
Upload 17.06.02.:
Hysterisch - was heisst das?: Haltlos, von wunschhaftem Denken bestimmt, ausgesprochenes Geltungsbedürfnis, planlos, chaotisch, krankhafte Selbstbezogenheit, Bewunderungsgier u .a. Das sind nur einige Wesenszüge, die man als "hysterisch" bezeichnet - übrigens auch in der Sprache der Ärzte und Psychologen. Aber ist das auch alles und vor allem: "Was steckt dahinter und kann man dagegen etwas tun?"
Upload 17.06.02.:
Hypochonder: "Du bist halt ein Hypochonder". Das klingt zwar nicht nur vorwurfsvoll, sondern ist meist auch ein wenig spaßig gemeint. Aber stolz kann man nicht darauf sein, auf diese unüberwindbare Krankheitsfurcht ohne Grund.
Upload 11.06.02.:
Schlafwandel: Schlafwandeln schaut sich "originell" an - besonders auf entsprechenden Bildmotiven. In Wirklichkeit aber ist es eine ggf. riskante Form der Schlafstörung, im Kindesalter gar nicht so selten, in der Jugend zurückgehend und im Erwachsenenalter kaum mehr registrierbar. In jungen Jahren soll man es beobachten, aber nicht dramatisieren. Erwachsene hingegen sollten sich neurologisch-psychiatrisch untersuchen lassen, denn Schlafwandeln kann verschiedene Ursachen haben und auch durch andere Leiden vorgetäuscht werden, die es ebenfalls abzuklären gilt.
Upload 11.06.02.:
Prämenstruelles Syndrom: Die Monatsblutung ist ein normaler Ablauf im Leben der Frau. Doch bis zu zwei Drittel und mehr klagen über entsprechende seelische und/oder körperliche Störungen bzw. psychosoziale Auswirkungen, die mehr oder weniger regelmäßig vor der Periode einsetzen und mit Beginn der Menses wieder abklingen. Ernster betroffen sind etwa ein Viertel, in extrem starker Form rund 2,5 bis 8 %. Das nennt man dann ein prämenstruelles Syndrom oder - wenn es noch beeinträchtigender ist - eine prämenstruelle dysphorische Störung, die erhebliche Konsequenzen im zwischenmenschlichen, familiären, nachbarschaftlichen und beruflichen Bereich nach sich ziehen kann.
Upload 10.06.02.:
Wechseljahre und psychosoziale Folgen: Etwa jede zehnte Frau steht in den Wechseljahren. Dreiviertel davon sind während dieser Menopause seelischen, psychosozialen und körperlichen Befindensschwankungen oder gar Beschwerden ausgesetzt. Dabei unterscheidet man das sogenannte perimenopausale dysphorische Syndrom und die perimenopausale Depression.
Upload 05.06.02.:
Amok: plötzliche, unmotivierte, wahllose Gewalttaten mit schrecklichen Folgen. Früher eigentlich eher ein Ereignis aus dem Fernen Osten, in letzter Zeit vermehrt aus dem Nahen Osten und den USA, inzwischen auch in Deutschland ein Begriff, der erschaudern lässt.
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