Aktuell:
Upload 01.07.2009: Selbstverletzendes Verhalten: Sich selber verletzen durch Schneiden oder Ritzen mit Rasierklingen, Messer, Glasscherben, Scheren; oder Kratzen, Kneifen und Beißen bis das Blut austritt; oder den Kopf gegen die Wand schlagen, vielleicht die eigenen Knochen brechen oder – unfassbar – sich ein Auge ausreißen. Was sind das für Menschen? Welches sind die Hintergründe, Ursachen, Belastungen, Ereignisse, die zu solchen Taten treiben?
Dazu gibt es eine kurz gefasste Übersicht in dieser Serie und nachfolgend ein ausführlicheres Kapitel mit den Schwerpunkten: historische, rituelle, religiöse, spirituelle Ursachen, ja Selbstverletzung für Gesundheit und Heilung u. a. Danach Selbstverletzung aus heutiger Sicht, insbesondere was Begriff, Definition und Klassifikations-Vorschläge, Häufigkeit und Verlauf anbelangt. Wichtig: Risikofaktoren zum selbstverletzendem Verhalten: emotional, psychosozial, posttraumatisch, psychiatrisch, kriminell usw.
Upload 20.05.2009: Epilepsie und weibliches Geschlecht : Epileptische Anfälle lösen im Umfeld der Betroffenen mehr Irritationen aus, als die meisten seelischen Krankheiten, die ihrerseits zu den sozial belastendsten Leiden gehören. Deshalb hat dieses neurologische Krankheitsbild mit seinen psychosozialen Konsequenzen zwar eine Reihe berühmter Betroffener, aber auch viele Patienten, die durch dieses Beschwerdebild zahlreiche Nachteile zu verkraften haben, vom Selbstwertgefühl bis zu konkreten Einbußen im Alltag. Ein besonderes Problem sind dabei die Sorgen, Kümmernisse und Befürchtungen des weiblichen Geschlechts, was Partnerschaft, Sexualität, Familie, Kinderwunsch und Kinder-Erziehung, konkret vor allem Verhütung, Schwangerschaft und Furcht vor möglichen Fehlbildungen durch antiepileptisch wirksame Medikamente anbelangt. Hier tut Aufklärung Not. Hier könnte Aufklärung auch vieles zurechtrücken, was tatsächlich Sorgen bereitet – in der Mehrzahl unbegründet.
Upload 20.05.2009: Arbeitsplatzphobie : Die Angst um den Arbeitsplatz war schon immer ein belastendes Phänomen, derzeit mehr denn je. Doch es gibt auch andere Arbeitsplatz-Ängste, die auf seelische und psychosoziale Ursachen zurückgehen. Und ähnliche wirtschaftliche Konsequenzen nach sich ziehen können bis hin zu Arbeitsunfähigkeit, Arbeitsplatzverlust, ja sogar Erwerbs-Gefährdung und Frühberentung. Das ist weit weniger bekannt, aber nicht selten.
Upload 20.05.2009: Arbeitplatz und psychische Störung: Der Arbeitsplatz ist in aller Munde, besonders aus politischer und volkswirtschaftlicher Sicht. Dabei geht es nicht nur um die Furcht vor Arbeitsplatz-Verlust. Das wird in offiziellen Kreisen noch am ehesten realisiert, eingestanden und diskutiert. Viel häufiger, wenn auch heimlich, verschämt verborgen, sind andere Sorgen, Kümmernisse und Ängste, die um den Arbeitsplatz kreisen – obgleich sie außer den Betroffenen wohl kaum jemand interessieren. Solche Bedrohungs-Faktoren sind die Angst vor Leistungs-Versagen, vor Vorgesetzten, vor Kollegen und der üblichen „Hack-Ordnung“, vor sozialen Konflikten und insbesondere Mobbing, vor Unfall-Gefahr und Überfall-Bedrohung usf.
Upload 30.04.2009: Suizidalität aus wissenschaftlicher Sicht : Selbstmord, Freitod, Selbsttötung, Suizid – wie auch immer bezeichnet: Es gibt wahrscheinlich wenige Ereignisse im Leben, die das Umfeld, vor allem die „Zurückgebliebenen“ so schockieren, vor ungelöste Fragen stellen, in Schuldgefühle, Trauer oder gar eigene Lebensmüdigkeit zu stürzen vermögen, wie der Tod durch eigene Hand. Welche Erkenntnisse hat die dafür zuständige Wissenschaft, die Suizidologie, in den letzten Jahrzehnten gewinnen können? Und vor allem: Was können, ja müssen wir daraus lernen?
Upload 30.04.2009: Schweißausbrüche aus psychiatrischer Sicht: Wer möchte schon etwas wissen über unangenehmes Schwitzen oder gar heftige Schweißausbrüche – außer die Betroffenen selber? Tatsächlich ist übermäßiges Schwitzen nicht selten. Meist nur durch körperliche Belastung, wobei auch die individuelle Anlage dazu eine Rolle spielt. Dazu kommen psychisch bedingte Schweißausbrüche, vor allem dann, wenn man unter Druck gerät: seelisch, geistig oder psychosozial. Was aber weiß man über Schweißausbrüche durch psychiatrische Krankheiten und ihre medikamentöse Behandlung?
Upload 07.04.2009: Zur Psychohygiene von Humor, Lachen und gehobener Albernheit: Humor, Lachen und gehobene Albernheit - welch schöne, ja trostvolle Worte. Wer möchte sie nicht besitzen, diese segensreichen Eigenschaften. Sind sie denn wirklich so selten, so ungleich verteilt, so wenig verfügbar und damit hilfreich? Nein: Humor, Lachen und gepflegte Albernheit sind weit verbreitet, weiter, als so mancher Pessimist behauptet. Sie sind aber auch vielschichtig, ein Teil unserer Gesellschaft und Kultur - und das in jedem Land, in jedem Volk, ja sogar in jeder Gemeinschaft, Familie und Partnerschaft. Und deshalb beschäftigt sich auch die Wissenschaft immer intensiver damit, vor allem Medizin und Psychologie.
Upload 26.03.2009: Tics: Tics sind störende Muskelzuckungen und auffällige Laut-Äußerungen. In leichterer Form sind sie nicht selten, verschwinden aber mit den Jahren von selber wieder. Am häufigsten sind Gesicht und Kopf betroffen. Beispiele: Blinzeln, Grimassieren, Kopfrucken oder Kopfwerfen, Schulter zucken u. a. als motorische (Bewegungs-)Tics sowie Räuspern, Hüsteln, Schniefen u. a. als vokale (phonische) oder Laut-Tics. In schwereren Fällen finden sich aber auch das peinliche Nachahmen von Bewegungen anderer (Echopraxie), wenn nicht gar obszöne Gesten (Kopropraxie). Im Extremfall selbstverletzendes Verhalten wie ständiges Schlagen gegen die eigene Brust, gegen den Kopf oder andere Körperteile sowie lautes Wiederholen eigener Silben oder Wörter (Palilalie), Nachsprechen von Wörtern anderer (Echolalie) oder obszöne Wörter (Koprolalie). Dann ist die Grenze zum so genannten Tourette-Syndrom überschritten (siehe den ausführlichen Beitrag zur Serie).
Upload 26.03.2009: Elektrokonvulsionstherapie (EKT): Elektroschock ist keine Therapie?. Wer kennt ihn nicht, diesen aufwühlenden Satz. Und wer wäre nicht dieser Meinung ? wenngleich als kritischer Geist mit hinreichender Kenntnis, jedoch einigem Vorbehalt, ja Unbehagen. Kann es sein, dass die Medizin sieben Jahrzehnte eine lediglich schädigende Behandlungsform durchzudrücken versucht, ohne wissenschaftliche Grundlage und vor allem Therapie-Erfolg, gleichsam eine ?heimliche Vergewaltigung hilfloser Kranker??
Upload 26.03.2009: Alzheimer-Krankheit: Es gibt einen medizinischen Fachbegriff, bei dem so mancher in sorgenvolles Grübeln gerät, zumindest ab einem gewissen Alter. Jüngere kann es ebenfalls treffen, besonders wenn sie ein älteres Familienmitglied zu versorgen haben. Gemeint ist die Alzheimer-Krankheit. Der Begriff ist zwar erst ein halbes Jahrhundert alt, die Krankheit allerdings so alt wie die Menschheit (auch wenn man früher bei weitem nicht so alt wurde wie heute). Das zeigt sich schon an den vielen bedeutungs-ähnlichen Begriffen, die dieses Leiden früher charakterisierten, wenngleich damals eher als zahlenmäßig überschaubares Phänomen.
Upload 04.03.2009: Frau und seelische Störung (8) Schwangerschaft, Geburt und seelische Störung: Schwangerschaft und Geburt gehören zu den einprägsamsten Erlebnissen im Leben einer Mutter, aber auch Vater, Geschwister, Angehörige und sogar Freundeskreis u. a. Das gilt für den Fall eines glücklichen Ausgangs ? und noch mehr, wenn schicksalhafte Ereignisse drohen. Dazu gehören nicht zuletzt seelische Störungen der Mutter. Dabei können sogar Phänomene belasten, die erst einmal als normal gelten: zwiespältige Gefühle, Ängste und Unsicherheiten, vor allem was Geburts-Ängste und mögliche körperliche Beeinträchtigungen anbelangt, nicht zuletzt als Folge hormoneller Veränderung. In der Tat zermürbend kann das Schwangerschafts-Erbrechen werden und bedrohlich für Mutter und Kind die Präeklampsie, die ?Schwangerschaftsvergiftung?. Noch einschneidender schließlich Schwangerschaftsabbruch, Fehlgeburt oder gar Totgeburt.
Upload 18.12.2008: Eltern traumatisierter Kinder ? was tun?: Ist die Diskussion um Traumatisierungen, also seelische Verwundungen, ein ?überstrapaziertes Thema unserer Zeit und Gesellschaft?? Das kann man so (ab-)werten; man darf nur nicht selber in eine solche Situation geraten, dann sieht alles anders aus. Kurz: Dass Traumatisierungen so alt sind wie die Menschheit und sich früher kaum jemand darum gekümmert haben dürfte, am wenigsten natürlich die Wissenschaft, ist kein Grund, hier nicht etwas längst Überfälliges nachzuholen. Und dies vor allem im verletzlichsten Teil unseres Lebens, nämlich in Kindheit und Jugend.
Upload 18.12.2008: Selbstverletzendes Verhalten - Kurzfassung: Was muss in einem Menschen, vor allem einem jungen Menschen vorgehen, wenn er sich absichtlich und aller Folgen bewusst selbst verletzt: Schneiden oder Ritzen mit Rasierklingen, Messer, Glasscherben, Scheren. Oder Kratzen, Kneifen und Beißen bis das Blut austritt. Oder den Kopf gegen die Wand schlagen. Vielleicht sogar die eigenen Knochen brechen oder ? unfassbar ? sich ein Auge ausreißen. Dabei der Hinweis, man verspüre (fast) keine Schmerzen.
Upload 09.12.2008: Warum leben manche länger?: Die Geheimnisse der Langlebigkeit sind schon längst keine Geheimnisse mehr. Warum die einen älter werden und die anderen nicht, das hat sich auch früheren Generationen erschlossen, wobei die positiven und negativen, die lebens-verlängernden und -verkürzenden Faktoren gleich geblieben sind, bis heute. Während es aber früher überwiegend Mutmaßungen waren, bringt uns heute die Wissenschaft die notwendigen Beweise: psychologisch, psychiatrisch, neurologisch, soziologisch, ökologisch, neurobiologisch usw.
Upload 05.12.2008: Suizid-Terrorismus: Terror gehört inzwischen zum täglichen Informations-Angebot der Medien. Je nach Höhe der menschlichen und wirtschaftlichen Verluste ?mal weiter vorne, mal weiter hinten in der Platzierung?. Eine besondere Position nimmt der Suizid-Terrorismus ein: ein schwer durchschaubares Phänomen zwischen polit-strategischem Kalkül und religiösem Märtyrertum.
Upload 21.11.2008: Akute seelische Erkrankungen im höheren Lebensalter: Wir werden immer älter, aber das hat seinen Preis: seelisch, geistig, körperlich und psychosozial. Am häufigsten hören und lesen wir über chronische Alters-Leiden. Das ist nachvollziehbar, darunter leiden die meisten. Weitgehend ausgeblendet bleiben dagegen akute psychische Erkrankungen bis hin zum psychiatrischen Notfall im höheren Lebensalter. Was versteht man darunter?
Upload 06.11.2008: Der gewissenlose Psychopath: Es gibt in der Psychiatrie Fachbegriffe, die im Laufe der Zeit eine so negative, ja stigmatisierende Wertung erfahren haben, dass man sie ersetzen musste. Dazu gehören beispielsweise die Hysterie (heute histrionisch genannt), vor allem aber die Psychopathie, die man jetzt als Persönlichkeitsstörung bezeichnet. Nun kann man es natürlich als verwerflich bezeichnen, ein Krankheitsbild zum Schimpfwort zu machen. Man kann sich aber auch fragen, ob es dazu inhaltlich Anhaltspunkte gibt, denn diese Abwertung trifft nur wenige psychische Störungen.
Upload 22.10.2008: Depression nach Schlaganfall: Jeder kennt das neurologische Krankheitsbild ?Schlaganfall? und immer mehr das seelische Leiden ?Depression?. Dass beides aber erstaunlich oft zusammenfällt bzw. der Schlaganfall auch noch zu Depressionen führt, dürfte eher neu sein. Nachvollziehbar dafür wieder die seelischen, körperlichen und psychosozialen Konsequenzen, was zwei so schwerwiegende Krankheiten auf einmal für den Betroffenen (und sein Umfeld) bedeuten.
Upload 22.10.2008: Das Burnout-Syndrom und seine Folgen: Burnout ist in aller Munde, aber deshalb noch lange keine Diagnose - noch nicht. Es ist aber sehr wohl ein beklagenswerter Zustand, der immer häufiger wird. Und der verhängnisvolle Konsequenzen für den Betroffenen und sein Umfeld hat: Beruf, Partnerschaft, Familie, Freundeskreis, nicht zuletzt für die Gesundheit. Was muss man wissen? Nachfolgend eine komprimierte Übersicht zum Erkennen und Verstehen.
Upload 14.10.2008: Anpassungsstörungen 2: Der neuere psychiatrische Fachbegriff Anpassungsstörungen ist eine relativ häufige Diagnose und durchaus nachvollziehbar ? scheinbar. Wenn man jedoch seine Geschichte als Fachbegriff und Krankheitsbild näher beleuchtet, wird man eher ratlos, beklagen die Experten. Offenbar ist er schwerer einordenbar, ja klassifizierbar, als sein ansonsten griffiger Name nahelegt. Hält er wirklich, was er verspricht, d. h. diagnostisch, differenzialdiagnostisch, aetiopathogenetisch, prognostisch, therapeutisch (wie die entscheidenden Fachbegriffe lauten)? Oder sollte man sich hier (wieder einmal) früheren Erkenntnissen bedeutender psychiatrischer Autoritäten bedienen, die dieses zweifellos vorhandene und durchaus quälende Leidensbild treffender einzuordnen wussten?
Upload 07.10.2008: Seelische Störungen bei Epilepsie: Mit dem Begriff Epilepsie verbindet sich vor allem die Vorstellung von einem dramatischen Krampfanfall. Davon abgesehen, dass es eine Reihe von epileptischen Anfällen gibt, die mit einem solchen ?großen Anfall? nicht das Geringste zu tun haben (und deshalb auch meist verkannt werden), ist das selten das größte Problem. Die antiepileptische Behandlung hat inzwischen so eindrucksvolle Fortschritte gemacht, dass man ? im Vergleich zu früher ? ein so gut wie ?normales?, d. h. unauffälliges Leben führen kann.
Upload 07.10.2008: Somatoforme Störungen: sind körperliche Beschwerden und organische Krankheitszeichen, die sich durch bekannte Krankheiten nicht ausreichend erklären lassen. Sie werden offenbar immer häufiger und stellen damit eine besondere diagnostische und therapeutische Herausforderung dar, von den Kosten ganz zu schweigen. Leider werden sie weltweit noch nicht einheitlich definiert und klassifiziert.
Upload 25.09.2008: Depression im Kinder- und Jugendalter: Depressionen nehmen zu, und zwar nicht nur im höheren Lebensalter oder in den ?besten Jahren?, auch im Kindes- und Jugendalter. Depressionen bei Minderjährigen gelten sogar als besonders besorgniserregend. Dabei muss man noch unterscheiden in Depressionen im Kleinkind-Alter, beim Vorschul-Kind, im Schulkind-Alter sowie bei Jugendlichen und Heranwachsenden. Jede Altersstufe hat sogar einen Beschwerde-Schwerpunkt. Und der hat in der Mehrzahl mit den klassischen Depressions-Symptomen, die man zu kennen glaubt, wenig zu tun. Das macht die Depression in jungen Jahren so schwer erkennbar und damit leidvoll bis riskant. Denn auch die Suizidgefahr ist nicht zu unterschätzen.
Upload 07.09.2008: Volkskrankheit Depression [PDF]: Depressionen sind so alt wie die Menschheit, nehmen aber offenbar kontinuierlich zu. Dabei stellt sich eine Reihe von Fragen, die die psychiatrischen Experten zu erforschen und mit konkreten Hilfen zu beantworten suchen. Nachfolgend eine kurz gefasste Übersicht zum aktuellen Wissenstand der ?Volkskrankheit Depressionen?, wie sie inzwischen genannt wird zu den Themen: Häufigkeit, Alter, Verbreitung, insbesondere was soziale Aspekte, regionale Unterschiede, volkswirtschaftliche Konsequenzen, die Gefahr der Invalidität, vor allem aber Depression und Arbeitswelt u. a. anbelangt.
Upload 27.07.2008: Somatisierungsstörungen: Somatisierungsstörungen sind körperliche Beschwerden ohne organisch fassbaren Befund, die zu andauernden Klagen und Arzt-Konsultationen führen. Betroffen sind meist mehrere Funktionsbereiche: Magen-Darm, Herz-Kreislauf, Harnwegs-System, Wirbelsäule und Gelenke, Schmerzbilder, Sexualität u. a. Das Leidensbild beginnt häufig schon in jungen Jahren und kann das ganze Leben lang anhalten. Frauen scheinen häufiger betroffen. Die Konsequenzen sind ? je nach Schweregrad ? folgenreich: Lebensqualität, Partnerschaft, Familie, Nachbarschaft, Beruf usw. Im Extremfall drohen zusätzliche psychische Leiden, ständiger Arztwechsel, vielfältige (und dann rasch abgebrochene) Behandlungs-Ansätze, vor allem eine Vielzahl von Medikamenten (?wirkungslos?, wie die Betroffenen betonen).
Upload 25.06.2008: Das Böse aus psychiatrischer Sicht [PDF]: Kaum ein Begriff hat einen so negativen Klang wie das Wort ?böse?. Dabei kann es unter verschiedenen Sichtweisen gebraucht werden: Böse im Sinne von verärgert, von boshaft, von Falschheit, von feindlich und schließlich ?ein böser Mensch? von leicht vorwurfsvoll bis hin zur Verbrecher-Kategorie. Am häufigsten ist eine mittlere Gebrauchs-Position im Sinne von niederträchtig, gemein, amoralisch, manchmal auch nur ?das wird böse enden?. Kurz: Das Böse ist nicht nur allgegenwärtig, sondern auch vieldeutig, mehrschichtig ? und damit irgendwie auch faszinierend.
Upload 25.06.2008: Vortäuschung einer Gesundheitsstörung: Jeder hat schon einmal einen solchen Verdacht gehabt: Der / die macht etwas vor, täuscht, lügt, betrügt. Oder vornehmer ausgedrückt: simuliert. Aus Experten-Kreisen hört man dann noch andere Fachbegriffe, die zwar wie eine Simulation aussehen, aber andere Ursachen haben sollen: Aggravation, artifizielle Störung, Dissimulation, vielleicht sogar mit bekannten oder unbekannten Eigennamen: Münchhausen-Syndrom, Ganser-Syndrom usw.
Upload 22.06.2008: Psychiatrische Öffentlichkeitsarbeit: Darf eine Gesundheits-Institution, beispielsweise ein Krankenhaus werbend auf sich aufmerksam machen? Das war früher undenkbar: Werbung oder gar Reklame sind mit den Aufgaben, der Position und dem Ansehen einer solchen Einrichtung (ethisch) nicht vereinbar. Da hat sich zwar vieles geändert, aber ein ungutes Gefühl bleibt, und zwar nicht nur für Patienten und Angehörige, auch für die Klinik-Betreiber, insbesondere das medizinische Personal selber. Etwas anderes ist offenbar die Öffentlichkeitsarbeit. Denn ihre Aufgabe ist im Rahmen geeigneter PR-Maßnahmen die Aufklärung über Häufigkeit, Ursachen, Behandlungsmöglichkeiten und vor allem Vorbeugung von Krankheiten aller Art. Hier wird sogar die Psychiatrie miteinbezogen, obgleich sie ansonsten mit mehr Vorurteilen, Einschränkungen und damit psychosozialen Belastungen zu ringen hat.
Upload 20.06.2008: Schwindel: Schwindel gehört nicht nur zu den häufigsten Beschwerden, mit denen sich die Betroffenen ratlos an ihren Arzt wenden, Schwindel ist auch eine der zermürbendsten Beeinträchtigungen generell, die man sich vorstellen kann. Da sich auch jeder in einen selbst ausgelösten Schwindel versetzen kann, lässt sich diese Einschätzung gut nachvollziehen. Was weit weniger bekannt ist, sind aber die Aspekte: Art des Schwindels (Dreh-Schwindel, Schwank-Schwindel, schwindelige Benommenheit u. a.), Dauer des Schwindels (von Sekunden bis ?das halbe Leben lang?), durch was Schwindel ausgelöst und verstärkt werden kann und vor allem: welche Formen von Schwindel gibt es (die Experten kennen mehr als ein Dutzend).
Upload 07.04.2008: Der Geruchssinn (neue Fassung): Was rankt sich nicht alles an Lobeshymnen um das Sinnesorgan Nummer 1: das Auge und damit das Sehen. Auch das Ohr bzw. das Gehör kommen noch gut weg, die Musik macht's möglich. Und in einer Zeit, in der die kulinarische Kunst wieder vermehrt zu Ehren kommt, kann sich auch der Geschmackssinn einer durchaus respektablen Position erfreuen. Wie aber steht es mit dem Geruchssinn, dem Riechorgan, der Nase?
Upload 07.04.2008: Innere Kündigung: Was eine Kündigung ist, weiß jeder. Was eine innere Kündigung oder psychologische Kündigung ist, ahnt jeder. Aber was ist es wirklich: seelisch, psychosozial, psychosomatisch, körperlich, beruflich, vielleicht sogar Partnerschaft, Familie, Freundeskreis, Nachtbarschaft u. a. betreffend? Nachfolgend eine kurz gefasste Übersicht zu diesem heiklen Thema am Beispiel des Lehrer-Berufes. Dabei dominieren natürlich die spezifischen Probleme in dieser Berufssparte; doch das meiste ist auch auf alle anderen beruflichen Situationen übertragbar. Was weiß man also über Ursachen, Persönlichkeitsstruktur, Arbeitsplatz-Belastungen, konkrete Auseinandersetzungen, Klagen, Frustrationen usw., über Verlauf, vor allem aber Beschwerdebild, charakteristische Hinweise und Folgen?
Upload 17.12.2007: Träume [PDF-Download]: Jeder träumt, und zwar mehrfach pro Nacht. Auch diejenigen, die behaupten: selten oder gar nie. Der Traum gehört zum Schlaf und der Schlaf gehört zum Leben eines jeden Menschen. Den meisten ist das auch klar, zumal sie je nach Traum eine ganze Reihe von Fragen haben, um die sich auch verschiedene Fachbereiche wissenschaftlich bemühen: psychoanalytisch, neurophysiologisch, psychologisch, psychiatrisch u. a., von allen anderen Interessen-Gruppierungen außerhalb von Medizin und Psychologie ganz zu schweigen. Und gerade weil es ein offenbar so vielschichtiges Phänomen ist - jede Nacht, aber letztlich schwer durchschaubar - und weil von so vielen Leuten so viele und vor allem unterschiedliche Interpretationen gehört werden, wäre eine nüchterne, streng wissenschaftlich orientierte Bestandsaufnahme der wichtigsten Erkenntnisse überaus wünschenswert. Tatsächlich gibt es solche Angebote und eine solche Fachrichtung, nämlich die Psychologie oder konkreter: die psychologische Traum-Forschung. Mit ihrer Hilfe soll hier eine Art Bestands-Rückblick komprimiert referiert werden - gleichsam wissenschafts-historisch gesehen.
Upload 09.12.2007: Gewaltverbrecher: Wer hat sich diese Frage nicht schon einmal gestellt: Mord, Vergewaltigung, Raub, räuberische Erpressung, erpresserischer Menschenraub, Sprengstoffanschläge, Geißelnahme, Terrorismus u. a. - was sind das nur für Menschen? Das beschäftigt natürlich auch die Fachleute, nämlich Kriminalbeamte, Kriminologen, Psychologen, Psychiater, Soziologen und am Schluss Staatsanwälte, Rechtsanwälte, Richter und schließlich die Vollzugsbeamten nach Verurteilung. Und dies seit jeher und erfreulicherweise mit wachsendem Kenntnisstand, nicht zuletzt durch die Erarbeitung gezielter Täterprofile, eine Art "wissenschaftliche Spuren-Suche des Bösen". Das ist allerdings ein vielschichtiges und damit schwieriges Arbeitsgebiet, bei dem weit mehr Einflussgrößen eine Rolle spielen, als man sich gemeinhin vorzustellen vermag. Was sind das nun für Faktoren und vor allem: was kommen dabei für konkret nutzbare Erkenntnisse heraus, die übrigens nicht nur der Verbrechens-Abwehr, sondern auch der Vorbeugung dienen?
Upload 11.11.2007: Asperger Syndrom | PDF: Der Autismus ist eine tiefgreifende Entwicklungsstörung mit krankhafter Selbstbezogenheit, die sich vor allem im zwischenmenschlichen Kontakt, in eingeschränkten Aktivitäten und Interessen, in absonderlichen Ritualen und Bewegungsmustern und einer ungewöhnlichen Sprache äußert. Und in Verhaltensauffälligkeiten, die sich niemand erklären kann und die das Leben des Betreffenden prägen - zumeist negativ. Das Asperger-Syndrom ist eine Untergruppe des Autismus mit zusätzlichen Besonderheiten, vor allem wiederum im zwischenmenschlichen Bereich und hier insbesondere in der sprachlichen Verständigung (eigenartig, sonderlich, gekünstelt, geziert, "frühreif" usw.). Ähnliches gilt für den seltsamen Gebrauch von Körpersprache, Mimik und Gestik. Bisweilen scheint es überhaupt keine Übereinstimmung zwischen sprachlichem Inhalt, Tonfall, Körperhaltung und Gesten zu geben. Dazu ungewöhnliche Interessen und Erinnerungsleistungen, jedoch in schweren Fällen unfähig, den Alltag selbständig zu bewältigen. Was versteht man nach dem derzeitigen Wissensstand unter einem Asperger-Syndrom, woher kommt es und vor allem: kann man etwas tun? Nachfolgend deshalb eine etwas ausführlichere Darstellung zu diesem ungewöhnlichen Krankheitsbild mit einem Anhang über den Autismus generell.
Upload 07.10.2007: Rauchen: Rauchen, Tabak, Nikotin - ein Thema, dass die Allgemeinheit seit mehr als 600 Jahren beschäftigt, denn seither kennt man die "schwelenden Kräuter" aus Amerika. Heute würde man zwar den Tabak aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr freigeben, so wenig wie die Rauschdrogen. Doch das "Genussgift" Tabak ist nun einmal ein gesellschaftlicher Faktor, so wie der Alkohol auch. Allerdings werden die seelischen und vor allem körperlichen Konsequenzen des Rauchens gerne verharmlost oder verschwiegen, dabei sind sie weit verhängnisvoller als allgemein bekannt. Dieses mangelnde Gefährdungs-Bewusstsein ist eine katastrophale Fehleinschätzung, die zwar spät, aber dann gnadenlos die Rechnung präsentiert. Man kann nur ahnen, wie vielen dies Lebensqualität, Gesundheit oder gar das Leben gekostet hat.
Upload 23.09.2007: Öffentlichkeitsarbeit im Gesundheitswesen: Was muss man wissen, beachten, respektieren, ggf. lernen und dann im Bedarfsfalle gezielt einsetzen? Nachfolgend eine kurz gefasste Übersicht zu den wichtigsten Hinweisen aus der Sicht der Fachleute, also der Kommunikationswissenschaftler und PR-Experten.
Upload 20.09.2007: Fanatismus: Fanatismus ist ein Menschheits-Phänomen, das bleiben wird. Fanatismus wurzelt in der menschlichen Natur. Wer persönliche Defizite zu verkraften hat, kann sich hier "überkompensatorisch bedienen", auch wenn damit das Unglück anderer verbunden ist. Diesen "Drang zum Extrem" wird es immer geben, weil nicht etwa eine "niedere", sondern eine subjektiv "hohe" Gesinnung den Fanatismus ausmacht - und damit den Fanantiker in seinem Selbsterleben prägt: selbstbewusst, unerschütterlich, konsequent und deshalb ggf. gnadenlos.
Upload 19.09.2007: Wie überbringe ich eine Todesnachricht?: Der unerwartete oder plötzliche Tod ist eines schwere Bürde für die Angehörigen, Freunde und Bekannte. Daran zweifelt niemand und jeder denkt mit Sorge daran, ob und wann ihn derlei auch einmal treffen wird. Das ist nachvollziehbar, das leuchtet ein, das ist jedem bekannt.
Upload 16.07.2007: Dissoziative Identitätsstörung: Ein Mensch ist ein Mensch. Diese einfältige Bemerkung sollte noch einmal wiederholt werden, mit zwei banalen Betonungen: Ein Mensch ist ein Mensch. Wird der einfallslose Satz dadurch inhaltreicher? Oder steckt tatsächlich etwas dahinter?
Upload 16.07.2007: Borderline: Grenzland zwischen Neurose und Psychose. Lange umstritten, inzwischen aber weitgehend anerkannt, was Diagnose und Klassifikation an-belangt. Kontrovers diskutiert werden noch Häufigkeit, Ursachen, Verlauf, Hei-lungsaussichten u. a.
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